Kurzchronik900-Jahr-Feier 

900-Jahrfeier der Ortsgemeinde Pleizenhausen vom 03. bis 06. Juli 1998

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Pleizenhausen wurde erstmals im Jahre 1098 in einem Güterverzeichnis des St. Simeonsstiftes zu Trier urkundlich erwähnt. Obwohl anzunehmen ist, dass sich auf dem Gebiet der heutigen Gemarkung bereits viel früher menschliche Siedlungen befanden, war dies für die Gemeinde Pleizenhausen Anlass genug, den 900. Jahrestag der ersten urkundliche Erwähnung mit einer großen Feier zu begehen.
Bereits 3 Jahre vor dem großen Fest wurde mit den Planungen begonnen. Das speziell für dieses Vorhaben gegründete Organisationsteam plante, organisierte und werkelte bis zur letzten Minute. Der kleine Ort putzte sich heraus, wie man es noch nicht gesehen hatte.

Bereits am Sonntagmorgen des 14.06.1998 übertrug der Südwestfunk die Hörfunksendung "Morgenläuten aus Pleizenhausen", ein gelungener Auftakt zur anstehenden Jubiläumsfeier mit Geschichten, Gedichten, Hunsrücker Stickelcher und Lieder aus Pleizenhausen.

Unter dem Slogan, "Pleizenhausen, ein freundliches Stück Hunsrück" wurde am Freitag, dem 03.07.2001 das große Fest mit einem Kommersabend feierlich begangen. Neben Grußworten der kommunalen Verbände, Kirchen und Vereine wurde ein vielfältiges Rahmenprogramm geboten, das fast ausschließlich von Pleizer und ehemaligen Pleizer Bürgern gestaltet wurde. Mit einem großen Zapfenstreich ging der Kommersabend feierlich zu Ende. Zu den Musikklängen des Musikvereins Dörth flankierten einheimische und benachbarte Feuerwehrleute mit Fackeln im Zelt und schufen eine feierliche Atmosphäre, die einem kalte Schauer über den Rücken laufen ließen.

Der darauffolgende Samstag stand dann im Zeichen der Jugend und Junggebliebenen. Die Rock- & Funband Melibokus begeisterte ihre Zuschauer und traf mit ihrer Musik genau den Nerv des zahlreichen Publikums. Die 0:3 Niederlage der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Bulgarien im Viertelfinale der Fußballweltmeisterschaft war zur Nebensache geworden und schnell vergessen.

Am Sonntag strömten unzählige, für das kleine Dorf eigentlich schon fast zu viele Besucher (schätzungsweise 4.000 bis 5.000), durch die Straßen unserer festlich hergerichteten Gemeinde. Das ganze Dorf war eine Markt- und Theaterbühne mit Gauklern, mittelalterlichen Spielmanns- und Tanzgruppen. Altes Handwerk wurde gezeigt, bäuerliche Bräuche nachgestellt, historische Geräte präsentiert, und überall im Dorf lag Stroh auf den Straßen. Im Gemeindehaus war eine mit viel Liebe zum Detail zusammengetragene Ausstellung historischer Einrichtungsgegenständen und eine Fotoausstellung zu besichtigen. Im Festzelt, das von der bekannten den Inhabern der Speisegaststätte "Grüner Baum" erwartungsgemäß professionell gut geführt wurde, war am Nachmittag ein Treffen aller ehemaligen Pleizer organisiert. Hier wurde gerätselt, vermutet .... wer ist denn der ?....., die kenne ich doch ?
Ein für die Pleizer unvergesslich schöner Tag ging mit dem Abendprogramm, der Tanz- und Show-Band "Sound-Selection" und einer ausgelassenen, tapfer aushaltenden Dorfgemeinschaft und nicht müde werdenden Gästen zu Ende.

Obwohl man von den Anstrengungen des Festes eigentlich viel zu müde war, wollte am Montagabend doch kaum jemand zu Hause bleiben. Fast niemand wollte es versäumen im Festzelt unter den Klängen von "Winfried Caspar" das gemeinsame Finale eines langen, anstrengenden, aber schööönen Festes ausgiebigst und ausgelassen zu feiern.

 

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